2024-01-17 08:48:19
Wolodymyr Wynnytschenko
06.03.1951
Wolodymyr Wynnytschenko
ein ukrainischer Politiker und Schriftsteller. 1920 reiste Wynnytschenko nach Moskau, um mit den Bolschewiki eine für ihn vertretbare Einigung zu finden – der Ukraine sollte nämlich mehr Souveränität zugesprochen werden. Nach vier gescheiterteren Verhandlungsmonaten gab Wynnytschenko seine Hoffnung auf und ging für den Rest seines Lebens ins westeuropäische Exil, wo er sich vermehrt dem Schreiben widmete. Insgesamt erschienen elf Romane während seiner Lebzeit, von denen sich „sapysky kyrpatoho Mefistofelia“ (Aufzeichnungen des schiefnäsigen Mephistos, 1917) und „soniaschna maschyna“ (Die Sonnenmaschine, 1928) abheben. Von den drei Romanen, die posthum erschienen sind, ist „slowo sa toboju, Staline“ (Es ist Ihr Wort, Stalin, 1971) ein Beispiel des politischen Denkens Wynnytschenkos der, nachdem er seine eigene moralische Weltordnung entwickelt hat, diese als „Konkordismus“ bezeichnet. Er propagiert das Konzept im Roman „nowa sapowid“ (das neue Gebot, 1949). Von historischem Interesse sind Wynnytschenkos dreibändige Memoiren des Kampfes für die Unabhängigkeit der Ukraine, welche in „widrodschennija natsii“ (Wiedergeburt der Nation, 1920) dokumentiert sind.


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