Lebensroman des Leutnant Bringolf selig

1928
«Hans Bringolf, 11.1.1876 Baden-Baden (D) - 4.3.1951 Hallau, ref., später kath., von Hallau. [...] Stud. der Rechtswiss. in Heidelberg, Wien, Rom und Berlin, 1899 Promotion in Greifswald. Ab 1896 Kavallerieleutnant. Weil B. wegen seiner in Manövern an den Tag gelegten Tollkühnheit von den Schiedsrichtern öfter für tot erklärt wurde, nannte man ihn auch "Leutnant B. selig". Bis 1904 war B. im schweizerischen diplomat. Dienst, dann wurde er als Scheckfälscher und Hochstapler verfolgt. Er floh nach Übersee; 1906-08 kommandierte er ein amerikan. Kontingent auf den Philippinen. Später war B. wegen Betrugs in Lima (Peru) und in Mannheim inhaftiert. Im 1. Weltkrieg war B. franz. Offizier; wegen seiner Verwegenheit erlangte er an der serb. Front als "Löwe von Monastir" solche Berühmtheit, dass er 1923 in die Ehrenlegion aufgenommen wurde. Kurz darauf wurde er erneut als Betrüger entlarvt. Als Pensionär im Bürgerheim Hallau verfasste er den "Lebensroman des Leutnant B. selig" (1927), der 1930 von Blaise Cendrars in Paris herausgegeben wurde und B. zum Inbegriff des modernen Abenteurers machte» (HLS).

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2022-01-12 19:54:49
Hans Ormund Bringolf
04.03.1951 in Hallau
Hans Ormund Bringolf
ein Schweizer Abenteurer. Das Studium unterbrach er verschiedentlich für Militärdienst und Truppenübungen in der Schweizer Armee. Dabei erhielt er von seinen Kameraden den Spitznamen Leutnant B. selig, da er bei Manövern mehrfach für tot erklärt wurde. Nach dem Studium war Bringolf bis 1904 im schweizerischen diplomatischen Dienst, wurde daraus jedoch entlassen, als er wegen Schulden Schecks fälschte.


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