Kurs gegen die Regierung

1931
Während des Richtungsstreits innerhalb des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes (ADGB) – der sich an der Frage entzündete, ob man mit der halbdiktatorischen Präsidialregierung Brüning zusammenarbeiten sollte, um das größere Übel eines Machtantritts der Nationalsozialisten zu verhindern, oder ob man sich kompromisslos gegen beide Gegner stellen sollte – plädierte Simon 1931 für einen scharfen Kurs gegen die Regierung. Anlass für seine Haltung waren die Notverordnungen der Regierung von Heinrich Brüning zum Lohnabbau. Mit dieser Position konnte sich Simon indes nicht durchsetzen.

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Zitat (1)

Josef Simon
1931
„Wir sind dem Kampf bisher ausgewichen, aber es entsteht doch die Frage, ob wir angesichts der Wirtschaftslage in absehbarer Zeit noch ausweichen können. Es gewinnt den Anschein, dass der Gegner es auf die Schwächung unserer Organisation abstellen und uns dann den Kampf aufzwingen wenn unsere Organisationen genügend geschwächt sind. Wir können weitere Belastungsproben nicht mehr ertragen und müssen das offen und ehrlich erklären.“


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