Auszusondernde Literatur

2021-10-03 11:33:01
Annemarie von Auerswald
3.3.1945 in Unbekannt
Annemarie von Auerswald
deutsche Stiftdame, Schriftstellerin und Museumsleiterin. Sie leitete das „Heimatmuseum für die Prignitz“ im Kloster Stift zum Heiligengrabe. Nach ihr ist der bedeutendste paläontologische F und der Prignitz benannt, das Xenusion auerswaldae. Ein Teil ihrer Werke wurde 1946 auf die Liste der auszusondernden Literatur in der Sowjetischen Besatzungszone gesetzt.
2019-01-24 16:04:05
Ernst von Wolzogen
30.7.1934 in Puppling bei Wolfratshausen
Ernst von Wolzogen
Schriftsteller, Verlagslektor und Gründer eines der ersten literarischen Kabarette in Deutschland.
2021-10-03 11:27:43
Josef Wenter
05.07.1947 in Innsbruck
Josef Wenter
südtiroler Dramatiker und Schriftsteller. Zugleich begann er 1908 mit seinen philosophischen, germanistischen und kunstgeschichtlichen Studien und promovierte 1914 in Tübingen mit einer Arbeit über Die Paradoxie als Stilelement im Drama Hebbels. Um eine materielle Sicherung zu erlangen, wollte er den Weg einer Hochschullaufbahn einschlagen. Dies wurde allerdings durch den Ausbruch des Ersten Weltkriegs vereitelt, den er im 2. Regiment der Tiroler Kaiserjäger mitmachte. Die folgende Teilung Tirols, dessen südlicher Teil zu Italien kam, belastete ihn persönlich. Im Klagenfurter Stadttheater und im Landestheater Coburg fanden seine Werke schließlich Anklang und verhalfen ihm zu überregionaler Bekanntheit. In jener Zeit lebte er in Baden bei Wien. Die Wirren des Zweiten Weltkriegs vertrieben ihn jedoch aus dieser Idylle. Wenter war Mitglied der NSDAP und schrieb für den Völkischen Beobachter.
2019-01-03 21:57:49
Wilhelm Lobsien
26.07.1947
Wilhelm Lobsien
deutscher Schriftsteller. Lobsien war neben seinem Lehrerberuf schriftstellerisch tätig. Anfangs veröffentlichte er Gedichte, später vorwiegend erzählende Werke, die meist in Nordfriesland angesiedelt sind, so dass er den Beinamen "Halligdichter" erhielt. Lobsiens Erzählungen waren bereits früh von starkem Patriotismus und nationaler Gesinnung des Autors geprägt. Während des Dritten Reiches war er Mitglied des nationalsozialistischen "Eutiner Dichterkreises"; 1948 setzten die Behörden in der Sowjetzone sein 1929 erschienenes Werk Jürgen Wullenweber auf die "Liste der auszusondernden Literatur". Wilhelm Lobsiens Nachlass befindet sich in der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek in Kiel.


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