Ursonate

1932
Die Ursonate oder Sonate in Urlauten ist ein dadaistisches Lautgedicht von Kurt Schwitters. Die Ursonate wurde zwischen 1923 und 1932 in verschiedenen Versionen erarbeitet.

Die Fassung von 1932 liegt als Tondokument vor, sie wurde am 5. Mai 1932 in Stuttgart von der Reichsrundfunkgesellschaft aufgezeichnet.

https://de.wikipedia.org/wiki/Ursonate
  Schwitters-Kurt_Ursonate_02_Zweiter_Teil
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  Schwitters-Kurt_Ursonate_04_Vierter_Teil

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Ursonate (Partitur)

Jan Tschichold
1932
Gleichzeitig wurde in Heft 24 von Schwitters Zeitschrift Merz die vollständige Partitur veröffentlicht. Der renommierte Typograf Jan Tschichold gestaltete den Schriftsatz der Partitur.

Ursonate (1986)

Jaap Blonk
1986
Willem Breukers Label BVHAAST veröffentlichte 1986 eine LP des holländischen Vokalisten Jaap Blonk. Als Beilage diente eine Kopie der Partitur Tschicholds. Auf Veranlassung von Ernst Schwitters wurde fast die gesamte Auflage dieser Produktion aus urheberrechtlichen Gründen vernichtet.

Ursonate (1993)

Reverof Zrem
1993
Unter dem Pseudonym Reverof Zrem (bitte rückwärts lesen!) brachte Blonk 1993 eine weitere Version der Ursonate auf Cassette heraus. Das Jahr der Veröffentlichung wurde aus unbekannten Gründen auf 1998 vordatiert.

Hausmusik - Stare auf Hjertøya singen Kurt Schwitters

Wolfgang Müller
1997
Ein urheberrechtliches Kuriosum resultierte aus Aktivitäten des Berliner Konzeptkünstlers Wolfgang Müller. Müller reiste im Frühjahr 1997 auf die einsame norwegische Insel Hjertøya in der Nähe von Molde, um nach Spuren von Kurt Schwitters zu suchen, der dort ab 1932 im norwegischen Exil zusammen mit seiner Frau Helma und Sohn Ernst die Sommermonate verbrachte. Er fand eine winzige Hütte, voll mit von Kurt Schwitters stammenden, im Lauf der Zeit aber beschädigten Collagen, Beschriftungen und bemalten Gipssäulen, und dokumentierte fotografisch diese Reste von Schwitters Aktivität. Als Kenner der Ursonate fiel ihm auf, dass die Stare als imitationsbegabte Vögel in der Umgebung der Hütte Passagen der Ursonate „rezitierten“. Er nahm die Vogelgesänge auf und dokumentierte sie auf einer CD, die er während einer Ausstellung seiner Fotos einer Berliner Galerie zusammen mit dem Katalog veröffentlichte. Daraufhin bat ihn die Kiepenheuer Bühnenvertriebs GmbH als Verwalterin des Aufführungsrechte mitzuteilen, von wem er „die Genehmigung hierzu erhalten habe, damit wir der Sache nachgehen können“. Man ließ die Angelegenheit jedoch auf sich beruhen, nachdem Müller mitgeteilt hatte, dass auf der CD die Ursonate nicht mit dem „Geschrei von Vögeln“ intoniert worden sei und er von der GEMA eine Sondergenehmigung erhalten habe, die CD-Produktion als Vogelstimmenaufnahmen unter der Rubrik „Naturgeräusche“ anzumelden, da es sich nicht um eine Komposition von ihm handele.

Ursonate (2003)

Jaap Blonk
2003
Nach dem Tod von Ernst Schwitters im Jahr 1996 wurde Blonks Version von 1986 zusammen mit einer weiteren Version von 2003 auf einer Doppel-CD wiederveröffentlicht.


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